Softwarebilliger.de erwirkt Verfügung gegen Microsoft

Das Landgericht Hamburg hat auf Antrag der TYR Holding GmbH, die

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betreibt, eine einstweilige Verfügung gegen Microsoft erlassen. Das amerikanische Software-Unternehmen hatte im März 2012 dem Softwarevertrieb aus Berlin in einer Pressemitteilung vorgeworfen, es würde gefälschte Marken-Software verkaufen.

In dem Beschluss vom 3. April untersagt das Landgericht Hamburg Microsoft solche Äußerungen. Im Falle eines Verstoßes droht Microsoft ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro. „Wir haben uns erfolgreich gegen die rufschädigende Kampagne von Microsoft zur Wehr gesetzt“ kommentierte Elmar Ewaldt, Geschäftsführer der TYR Holding, das Urteil. Seit geraumer Zeit zieht Microsoft gegen Gebraucht-Software Händler zu Felde und der Streit um den Verkauf von gebrauchter Software ist mit dieser einstweiligen Verfügung längst nicht entschieden.

Microsoft spricht im aktuellen Streit mit Softwarebilliger von „Fälschungen“, obwohl es sich bei den beanstandeten Datenträgern und Echtheitszertifikaten üblicherweise um OEM-Produkte handelt, die von einem ausgemusterten Rechner entfernt wurden. Microsoft hatte im März sogar Datenträger mit Originalsoftware beim Gebrauchtsoftwarehändler in Berlin beschlagnahmen lassen, da diese als vermeintliche Fälschungen angesehen wurden.

Quelle: IT-Business